Taubert zum Unwort des Jahres „Döner-Morde“
Sozialministerin Heike Taubert (SPD): „Sprachliche Verharmlosung rechtsextremen Terrors“
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat die Wahl zum Unwort des Jahres 2011 wie folgt kommentiert:
„Die Bezeichnung ‚Döner-Morde‘ ist zu Recht Unwort des Jahres 2011 geworden. Sie verharmlost den rechtsextremen Terror der Zwickauer Neonazi-Zelle. Aus der Tatsache, dass es sich bei den Mordopfern um acht türkischstämmige und einen griechischen Kleinunternehmer handelt, wurde ein Zusammenhang mit Kriminalität innerhalb ethnischer Gruppen konstruiert und auf eine erschreckend flapsige und menschenverachtende Formel gebracht.“
Heike Taubert rief zu mehr Achtsamkeit im Umgang miteinander auf. „Wer andere Menschen auf Herkunft, Religion und kulturelle Eigenarten reduziert, grenzt aus, diskriminiert und spielt damit Rechtsextremisten in die Hände. Sie sind aber eine akute Gefahr für unsere Gesellschaft. Neonazis versuchen nicht nur, mit Aufmärschen und Parolen die Menschen für ihre Gesinnung zu instrumentalisieren. Mit Mord, Gewalt und Terror versuchen sie, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern und die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Das Unwort des Jahres 2011 ‚Döner-Morde‘ sollte uns alle stärker für Gefährdungen der Demokratie sensibilisieren. Und vor allem motivieren, uns noch stärker gegen Hass und rechte Provokationen zu engagieren.“
Quelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Foto: ©Norman Ermer / www.pixelio.de










